«un–heilig»: Jubiläumsausstellung 2022


«un-heilig» wirft Fragen auf und hinterfragt unsere Vorstellung von «Heiligkeit». Wer bestimmt eigentlich, was heilig ist? Wer, was schützenswert ist und was nicht? Was sind allerlei Heilige? Gibt es einen Wursthimmel? Und was hat das Einhorn eigentlich damit zu tun?


 

«Heiliger Strohsack», «Gütiger Himmel!» «Himmelherrgott»…
Täglich verwenden wir Ausrufe der Verwunderung, der Bestürzung oder auch scherzhafte Redensarten. Dass wir dabei (un–)heilige Wörter verwenden, ist vielen bisweilen gar nicht bewusst.

 Weniger Humor und Ironie als beim Sprachgebrauch versteht man jedoch mit Heiligenbildern und -symbolen: Verbotene Kreuze im Schulzimmer oder auf dem T-Shirt, zerstörte Buddhastatuen in Afghanistan, missachtete Menschenrechte und gebrochene Schwüre von Staatspräsidenten …


 

Die Jubiläumsausstellung anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Stiftung Eduard Spörri lädt zur Reflexion über unsere Vorstellung von «heilig» ein. Das (Un–)Wort «un-heilig» ist dabei eine Wortspielerei und stellt die Werke zahlreicher Kunstschaffender mit einem Augenzwinkern in einen wechelseitigen Dialog.

 Zu sehen sind skulpturale und bildnerische Kunstwerke der letzten rund 100 Jahre. Figürliche Arbeiten von Eduard Spörri, Walter Huser und Erwin Rehmann werden mit Werken und Installationen zeitgenössischer Kunstschaffender präsentiert. Dabei stehen auf zwei Etagen Heiligenfiguren, Grabmalskizzen und -studien mit ernsthaftem Anspruch den frischen, jungen Arbeiten ohne Moralpredigt gegenüber.
Mit Werken von Eduard Spörri, Erwin Rehmann, Walter Huser und Augustin Kolb sowie Micha Aregger, Walter Benz, Beat Breitenstein, Larissa-Katharina Frei, Max Grüter, Bernhard Meier, Pablo Meier, Livio Piatti, Kathrin Severin, Dag Torgersen, und Alethia Zoeys.

Die skulpturalen Werke von Eduard Spörri im Aussenraum erweitern die Ausstellung, so auch der Engel auf dem Zwyssig-Denkmal beim Kloster Wettingen. In einem längerfristigen Projekt erfasst das Museum sämtliche seiner Figuren im öffentlichen Raum und macht sie als Eduard Spörri-Trail in der Actionbound-App zugänglich.

Ausstellungsdauer: 2.4.–20.11.2022.
Kuration: Marc Philip Seidel. «freidimensional» in Kooperation mit Dieter Tschudin, FormatF4.

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... mit Werken von Eduard Spörri, Erwin Rehmann, Walter Huser und Augustin Kolb sowie Micha Aregger, Walter Benz, Beat Breitenstein, Larissa-Katharina Frei, Max Grüter, Bernhard Meier, Pablo Meier, Livio Piatti, Kathrin Severin, Dag Torgersen, und Alethia Zoeys.

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